Die Dokumenten-Checkliste zum Erlass 702: Russlands Aufenthalt über gemeinsame Werte im Jahr 2026

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Aleksandr Scharnin

CTO, Relocate Russia · 4 Min. Lesezeit

Erlass 702 hat die zwei größten Hürden für ein Leben in Russland beseitigt — die Quote und die Prüfung. Was er nicht beseitigt hat, ist der Papierkram. Bei den meisten Familien wird die Erlaubnis nicht abgelehnt; sie verzögert sich, weil eine Urkunde übersetzt wurde, bevor sie apostilliert war, oder weil ein ärztliches Ergebnis ablief, während ein anderes Dokument noch in der Post steckte. Diese Checkliste ist genau darauf ausgelegt, das zu verhindern.

Unterlagen für die Aufenthaltserlaubnis nach Dekret Nr. 702: Pass, Apostille-Stempel und der Hinweis, dass keine Russischprüfung nötig ist.

Sie ist mit Blick auf Familien aus Deutschland und dem übrigen Europa geschrieben, denn von dort kommen die meisten, die den Weg über gemeinsame Werte gehen — doch die Logik der Dokumente ist überall dieselbe, egal wo dein Land auf der Liste steht. Fang hier an, und der Prozess wird zu einer Abfolge von Erledigungen statt zu einem Ratespiel.

Erlass 702 in vier Zeilen

  1. 1Erlass 702 (in Kraft seit September 2024) bietet eine befristete Aufenthaltserlaubnis — eine RVP — ohne die übliche Quote und ohne Prüfungen in Sprache, Geschichte oder Recht.
  2. 2Er steht Bürgern der Länder auf der Regierungsliste offen; der Großteil Europas und Nordamerikas ist darauf, aber nicht jedes Land — vergewissere dich, dass deins dabei ist.
  3. 3Der Aufenthalt selbst ist schnell begründet; die eigentliche Arbeit steckt in den Dokumenten — Reisepass, Personenstandsurkunden und ärztliche Bescheinigungen, jeweils apostilliert und übersetzt.
  4. 4Die staatliche Gebühr ist überschaubar — rund 1.920 ₽ im Jahr 2025 — und eine Entscheidung dauert ab einer vollständigen Akte in der Regel bis zu vier Monate.

Wer infrage kommt — und was „gemeinsame Werte“ in der Praxis bedeuten

Der Weg ist für Ausländer gedacht, die erklären, Russlands traditionelle spirituelle und moralische Werte zu teilen, und die die Staatsbürgerschaft eines Landes auf der offiziellen Liste besitzen. In der Praxis umfasst die Liste die Staaten, deren aktuelle Politik Russland als diesen Werten entgegengesetzt betrachtet — deshalb stehen der Großteil Europas, Deutschland eingeschlossen, und Nordamerika darauf.

Du legst keine Prüfung ab und musst keine Sprachkenntnisse nachweisen, und du konkurrierst nicht um eine regionale Quote. Was du beibringst, ist eine saubere, vollständige Dokumentenakte. Lateinamerikanische und mehrere andere Länder stehen in der Regel nicht auf der Liste, deshalb ist das Allererste, was du prüfen solltest — bevor du irgendetwas ausgibst — ob deine Staatsangehörigkeit in diesem Jahr infrage kommt.

Die Checkliste der Kerndokumente

  • Ein ausgefüllter RVP-Antrag im vorgeschriebenen Format, in der Regel in zweifacher Ausfertigung.
  • Dein nationaler Reisepass, gültig weit über den Antrag hinaus, plus eine notariell beglaubigte und apostillierte russische Übersetzung davon.
  • Aktuelle Passfotos in der geforderten Größe und Anzahl.
  • Ärztliche Bescheinigungen, die belegen, dass du frei von HIV, Drogenabhängigkeit und bestimmten gefährlichen ansteckenden Krankheiten bist — von einer zugelassenen Klinik und nur für einen begrenzten Zeitraum gültig.
  • Biometrie — Abnahme der Fingerabdrücke, in einem Migrationszentrum oder einer MVD-Dienststelle.
  • Personenstandsdokumente, wo relevant — Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der Kinder — jeweils apostilliert und übersetzt.
  • Deine Migrationskarte und die Ankunftsmeldung, die die legale Einreise und Registrierung in Russland bestätigen.

Apostille und Übersetzung: der Schritt, über den alle stolpern

Jedes ausländische öffentliche Dokument — dein Reisepass, deine Heirats- und Geburtsurkunden — muss legalisiert werden, bevor Russland es anerkennt. Für Länder des Haager Übereinkommens, zu denen Deutschland und der Großteil Europas gehören, bedeutet das einen einzigen Apostille-Stempel, den du zu Hause bei der Behörde bekommst, die das Dokument ausgestellt hat oder beaufsichtigt.

Die Reihenfolge ist entscheidend, und hier gehen Wochen verloren: Apostilliere das Dokument zuerst in deinem Heimatland, lass es dann ins Russische übersetzen und die Übersetzung in Russland notariell beglaubigen. Übersetzt du zuerst und apostillierst später, zahlst du die Übersetzung meist zweimal. Erledige die Apostillen, bevor du fliegst.

Die richtige Reihenfolge der Schritte

Reihenfolge schlägt Tempo. Diese Reihenfolge hält die Dokumente gültig und erspart doppelte Arbeit:

  1. 1

    Vergewissere dich, dass dein Land auf der aktuellen Liste steht, und besorge deine Personenstandsurkunden zu Hause.

  2. 2

    Apostilliere jedes ausländische Dokument, solange du noch in deinem Heimatland bist.

  3. 3

    Reise nach Russland ein, fülle deine Migrationskarte aus und erledige die Ankunftsregistrierung fristgerecht.

  4. 4

    Lass jedes apostillierte Dokument ins Russische übersetzen und die Übersetzung vor Ort notariell beglaubigen.

  5. 5

    Absolviere die ärztliche Untersuchung und die Abnahme der Fingerabdrücke in zugelassenen Zentren — lass das bis kurz vor Schluss, denn die ärztlichen Bescheinigungen laufen ab.

  6. 6

    Reiche die vollständige Akte ein, zahle die staatliche Gebühr und bewahre deine Kopie jeder Quittung und jedes Termins auf.

Zeitplan, Kosten und typische Stolperfallen

Ab einer vollständigen Akte dauert eine Entscheidung in der Regel bis zu vier Monate, und die staatliche Gebühr ist gering — rund 1.920 ₽ im Jahr 2025. Die meisten Verzögerungen sind hausgemacht; das sind die, die wir am häufigsten sehen:

  • Dokumente übersetzen, bevor sie apostilliert sind — die Übersetzung muss dann neu gemacht werden.
  • Eine ärztliche Bescheinigung ablaufen lassen, während man auf ein anderes Dokument wartet; mach die ärztlichen Untersuchungen zuletzt.
  • Die Frist für die Ankunftsregistrierung nach der Einreise verpassen, was den ganzen Antrag ins Stocken bringen kann.
  • Annehmen, dass jede Staatsangehörigkeit infrage kommt — prüfe die aktuelle Länderliste, bevor du Geld für Apostillen ausgibst.

Prüfe die aktuellen Regeln, bevor du den Antrag stellst

Erlass 702 ist neu und muss sich noch einspielen: Die Liste der berechtigten Länder, der genaue Dokumentensatz, die Gültigkeitsfristen der ärztlichen Bescheinigungen und die Gebühren können sich alle ändern, und die regionalen Migrationsbehörden wenden sie unterschiedlich an. Alles hier gibt den Prozess so wieder, wie er für 2025–2026 verstanden wird, und ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Bevor du für Apostillen zahlst oder Termine buchst, kläre die aktuellen Anforderungen mit der Migrationsbehörde oder einem qualifizierten Berater.

Die Sicht eines Auswanderers
Wir sind eine vierköpfige Familie aus München, und ehrlich gesagt haben uns die Dokumente mehr Angst gemacht als der Umzug selbst. Was uns gerettet hat, war, jede Apostille noch in Bayern zu erledigen, bevor wir aufbrachen — die Geburtsurkunden der Kinder, unsere Heiratsurkunde, einfach alles. Als wir gelandet waren, blieben nur noch die Übersetzungen und die ärztliche Untersuchung. Was wir als monatelangen Stress gefürchtet hatten, wurde zu einer Checkliste, die wir abhaken konnten.

— Markus und Anja, 2025 mit zwei Kindern aus München umgezogen

Das Fazit

Erlass 702 macht die Entscheidung zum Umzug leicht; die Dokumente sind die einzige echte Arbeit, und sie belohnen Reihenfolge statt Tempo. Apostilliere zu Hause, übersetze in Russland, mach die ärztlichen Untersuchungen zuletzt und bewahre jede Quittung auf. Wenn du die Checkliste lieber jemandem übergibst, der diese Akten jede Woche vorbereitet, ist genau dafür unsere Umzugsbetreuung über gemeinsame Werte da.

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